AutoIT: DIY-GUI mit AutoIT zum Setzen der MTU aller Netzwerkkarten

Im vorherigen Beitrag habe ich mit einer FOR-Schleife die MTU aller Netzwerkkarten (außer dem Loopback) gesetzt. Im aktuellen Fall sollten Die Mitarbeiter die MTU eigenständig anpassen können. Dazu verpacke ich den Befehl in eine ausführbare exe-Datei mit dem Tool „AutoIT“

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so tief in AutoIT eingehen, da ich selber nur leicht an der Oberfläche dieses Tools kratze. Ich erhebe auch keinerlei Anspruch auf perfektes oder optimiertes Programmieren und hoffe, dass richtige Programmierer beim Betrachten meines Skriptes vom Augenkrebs verschont bleiben mögen. Es soll nur ein Beispiel sein, wie man Vorgänge, Befehle oder Skripte in eine ausführbare exe-Datei packen kann.
Das größte Problem war hier (für mich) das Absetzen des Dos-Befehls aus AutoIT heraus
Neben dem „RunWait“ gibt es auch „_RunDos“. Letzten Endes habe ich mich für den „RunWait“-Befehl entschieden.

Der “ComSpec” ist das Äquivalent zum “CMD”. Der Parameter /c übergibt danach den Consolen-Befehl.
Da beim AutoIT-Befehl bereits Anführungszeichen und Hochkommata eingesetzt werden, habe ich den eigentlichen CMD-Befehl noch um den Parameter „usebackq“ ergänzt und den kompletten den Befehl „netsh Interface…“ mit rückwärtsgeneigte Hochkomma (die Backquotes) abgrenzen kann.
Um den Befehl mit den benötigten Adminrechten auszufürhern, weise ich AutoIT an, mit Administrator-Rechten zu starten (und diese ggf. bestätigen lassen).

So würde es schon funktionieren, aber es geht noch eleganter
So habe ich das Skript noch durch eine Abfrage des MTU-Wertes erweitert, welcher in einem Eingabefenster (mit gesetzten Standardwert) abgefragt wird.

Die Variablen „$mtumin“ und „$mtumax“ geben hier den minimalen und den maximalen MTU-Wert an (wer hätte das gedacht) und $mtuval ist dann der eingegebene Wert.
Um Fehleingaben zu vermeiden wird der eingegebene wert geprüft und bei Fehleingabe erneut abgefragt werden (realisiert mit einem Loop)
Um das Programm auch beenden zu können habe ich den „Cancel“-Button mit „ @error = 1“ abgefragt.
Ich denke, das ist grob erklärt, was das nun folgende, komplette, Skript so macht.

Jetzt kann das Skript kompiliert (Menüleiste -> Tools -> Compile) und als exe-Datei abgespeichert werden.
Schon hat man sein eigenes, kleines, Tools geschrieben.
Ich hoffe, ich habe hier das Interesse an AutoIT etwas geweckt. Es ist ein einfaches Tool, mit dem man schnell eigene Erfolge erzielen kann.
Je tiefer man in AutoIT einsteigt, umso mehr erkennt man, wie mächtig dieses Tool sein kann.

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