WLAN-Hardware: Unterstützte Frequenzen herausfinden (Windows/Linux)

Letztens konnte ich mich mit meinem Laptop nicht mit dem WLAN-Router unseres Linux-Stammtisches verbinden. Andere Mitglieder um mich herum waren aber bereits über WLAN im Internet. Man kam ich mir bescheuert vor…

Das grundsätzliche Problem war, dass das „Stammtisch-Netz“ gar nicht in meiner Netzwerk-Übersicht auftauchte.
Gegencheck: Im Handy wurde das WLAN-Netz gefunden.
Der „Fehler“ war dann schnell gefunden: im (neuen) Router was das 2,4Ghz-Band deaktiviert.
Ok – die Lösung war schnell gefunden, bleibt aber die Frage: wie kann ich herausfinden, welche Frequenzen meine WLAN-Karte im Laptop unterstützt.

Windows:
(für Linux siehe im Anschluss)
Das Auslesen der WLAN-Funktionen unter Windows geht mit

Im Output ist die Zeile „Unterstütze Funktypen“ interessant

Hier ist wichtig zu wissen, welche Frequenz von welchem Standard genutzt wird.
2,4Ghz: 802.11 b/g/n
5Ghz: 802.11 n/a/ac/h/j

Ok: meine Karte unterstützt den Standard 802.11n.
Warum also wurde das 5Ghz-Band des Routers nicht erkannt?
Der N-Standard ist zwar für 2,4Ghz und 5Ghz definiert, es gibt aber „N“-Hardware, welche ausschließlich das 2,4Ghz-Band unterstützt.
Herzlichen Glückwunsch – ich habe eine solche.

Linux:
Linux ist beim Auslesen etwas gesprächiger.
Zuerst muss festgestellt werden, welche Bezeichnung die Wlan-Karte hat.
Ich setze hier die „wireless-tools“-Installation voraus.

Danach hat man die Qual der Wahl:
das gute alte Ifconfig:

iwconfig (aus dem „wireless-tools“-Paket)

Der „ip“-Befehl

Die Gerätebezeichnungen können variieren, so würde eine Abfrage z.B.: bei Arch-Linux dieses Ergebnis liefern.

Die verwendbaren Frequenzen können mit „iwlist“ (ebenfalls im „wireless-tools“-Paket enthalten) angezeigt werden.
Syntax: iwlist <gerät> freq   (oder auch channel)

Hier die Ausgabe von einem anderen Laptop mit Dual-Band-Unterstützung:

Der Unterschied ist offensichtlich.

Alternative Abfrage
Alternativ kann auch der Befehl „iw“ genutzt werden.

Interessant ist in diesem Fall der Abschnitt „Frequencies“. Für einen schnellen Überblick könnte man auch den Befehl mit einem „| grep Band“ ausführen. Wird als Ergebnis „Band 1“ und „Band 2“ ausgegeben, ist es schonmal ein gutes Zeichen.

Hier zwei Beispiel-Ausgaben (extrem gekürzt)
Single-Band WLAN-Karte (nur 2,4 Ghz)

Dual-Band fähige WLAN-Karte (2,4 und 5Ghz)

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